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Biologie


Zwerggans (Anser erythropus)
Foto: Christian Moullec

Die Zwerggans (Anser erythropus) ist die kleinste Gans aus der Gruppe der grauen Gänse. Sie wird nur 53 bis 68 cm groß (im Vergleich: Graugans 75 bis 90 cm). Als Erkennungsmerkmale gelten eine weiße Blässe um den Schnabel, die sich bis auf die Stirn zieht, gelbe Augenringe sowie ein kleiner, blassrosa Schnabel.

Die Art brütet in der baumlosen nordischen Tundra bis in Höhenlagen von 700 m über dem Meeresspiegel. Die Nester werden im Gras zwischen Zwergsträuchern oder in Mulden in der Nähe von Gewässern angelegt. Anfang Juli schlüpfen pro Brutpaar bis zu fünf Küken nach einer Brutzeit von 25 bis 29 Tagen.

Zwerggänse ernähren sich rein vegetarisch von einer reichhaltigen Auswahl an Gräsern und Kräutern, die sie am Ufer von Flüssen, Seen und in Sumpfgebieten finden. Zu ihren natürlichen Fressfeinden in ihrer fennoskandischen Heimat zählen der Rotfuchs (Vulpes vulpes), der Eisfuchs (Alopex lagopus), der Steinadler (Aquila chrysaetos) und der riesige Seeadler (Haliaeetus albicilla).

Zwerggänse sind Zugvögel. Ihre Brutgebiete erreichen sie Ende Mai. Gegen Ende August verlassen sie sie bereits wieder und fliegen in ihre Überwinterungsgebiete. Der größte Teil der fennoskandischen Population zieht über Ungarn Richtung Balkan. Die westrussischen Brutvögel fliegen über das westliche Russland ans Schwarze Meer sowie über Kasachstan an das Kaspische Meer. Immer wieder kommt es jedoch auch vor, dass Einzeltiere sich anderen arktischen Gänsearten anschließen und mit diesen in Überwinterungsgebiete in Deutschland und die Niederlande ziehen.

 



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