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Aktivitäten 2005

Genetik-Tests der in Zuchten gehaltenen Zwerggänse

Um die Verwendbarkeit der in Zuchten gehaltenen Zwerggänse zu prüfen und Hybride auszuschließen, hat Aktion Zwerggans bereits Proben der meisten in Deutschland gehaltenen Zwerggänse gesammelt. Sie werden in einem renommierten Genetik-Labor an der Universität Heidelberg analysiert. Auch die Zwerggänse in der Zuchtstation unseres finnischen Partners sollen mit diesen neuesten Analysemethoden geprüft werden.

Link zu "Recommendations for a reintroduction program of Lesser White fronted geese: A genetic perspective" [464 KB] von Prof. Dr. Michael Wink, Universität Heidelberg (Englisch)

 

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Vorbereitungen für den Aufbau einer Zwerggans-Zuchtstation in Deutschland

Die Vorbereitungen für den Aufbau einer Zwerggans-Zuchtstation in Deutschland laufen weiter. Aktion Zwerggans hat bereits mehrere angebotene Objekte geprüft. Das optimale Gelände war bisher leider nicht dabei – doch die Suche geht weiter!

 

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Austesten von weiteren Fluggeräten

Als mögliche Ergänzung, aber auch als Alternative zum Modell Dragonfly wurde das schwimmfähige Polaris-Trike von Piloten der Aktion Zwerggans auf seine Einsatzmöglichkeiten im Projekt getestet.

 

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Teilnahme an internationalen Konferenzen zum Schutz der Zwerggans

Sowohl Schweden als auch Finnland sind dabei, ihre nationalen Bemühungen zum Schutz der Zwerggans neu zu ordnen. Aktion Zwerggans und seine Partner werden sich an den entsprechenden Tagungen mit Vorträgen und Postern beteiligen, so z.B. vom 31.03. bis 02.04.05 in Helsinki bei der Internationalen Konferenz "Workshop on the protection of the Lesser White-Fronted Goose" und später im Jahr bei der Goose 2005, dem Treffen der Goose Specialist Group von Wetlands International.

 

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Mitarbeit an nationalen und internationalen Aktionsplänen zum Schutz der Zwerggans

Derzeit wird in Schweden ein Aktionsplan zum Schutz der Zwerggans erarbeitet. Unsere schwedischen und finnischen Partner wurden als Experten eingeladen, sich zu beteiligen. Auf dem "Workshop on the protection of the Lesser White-fronted Goose" in Helsinki im April 2005 wurde die Grundlage für die Überarbeitung des schon lange verjährten internationalen Aktionsplanes gelegt. Die Aktion Zwerggans und ihre Partner treten dafür ein, dass die Wiedereinbürgerung als dringend erforderliche Maßnahme für den Erhalt der Art aufgenommen wird.

 

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Erarbeitung eines vollständigen LIFE-Förderantrags

Der zuletzt erarbeitete und Anfang 2005 bei der EU-Umweltkommission eingereichte Antrag wurde erwartungsgemäß abgelehnt, weil das finnische Umweltministerium ihn nicht unterstützte und der Antrag damit unvollständig war. Ziel ist weiterhin ein gemeinsames LIFE-Projekt zur Rettung und zum Schutz der Zwerggans. Am 26. August 2005 konnte bei einem Treffen in Schweden ein zweijähriges Pilotprojekt vereinbart werden. Die Genehmigung aus Schweden traf am 20. Oktober 2005 ein.

 

Vorbereitungsfahrt Schweden 2005

Zur Vorbereitung des Pilotprojekts "Operation Fjällgas" trafen sich im August und September 2005 in Umea / Västerbotten (Schweden) Vertreter der Landesnaturschutzbehörde, der Ornithologische Gesellschaft Västerbotten und der Aktion Zwerggans. Vor allem musste ein geeignetes Brutgebiet gefunden werden. Auf Vorschlag des Umweltministeriums wurde ein Seengebiet im Vindelfjällen Naturreservat näher untersucht. Die Wahl fiel auf den Suoluo Ajkiejavvrie, ein See im Fjäll oberhalb der Baumgrenze. Ein optimales Gebiet für die Wiederansiedlung der Zwerggans. Auf ca. 750 m über dem Meer gelegen, ist dieser Bereich in der Tundra weit entfernt von menschlichen Siedlungen. Die Landschaft ist abwechslungsreich und der See mit einigen Inseln reich strukturiert. Für das Projekt ist das Gebiet mit seiner geschützten Lage vorteilhaft. Die zum Einsatz kommenden Ultraleichtflugzeuge finden hier ausreichend Raum für die Flugtrainingsphase mit den Zwerggänsen. Neben dem Brutgebiet wurde die Migrationsroute nach Umea untersucht. Ein zentrales Rastgebiet für arktische Gänse befindet sich im Delta des Ume-Flusses. Dieses Gebiet soll auf dem Zug nach Süden angeflogen werden.

Als weiterer Partner konnte der Lycksele Zoo gewonnen werden. Die medizinische Versorgung der Gänse kann von dort aus sichergestellt werden.

Neben der Suche nach dem geeigneten Brutgebiet wurde ein neues Flugzeug getestet. In Mittelschweden am Orsa / Siljansee befindet sich die Flugschule von Peter Wicander, der dort das Polaris-Trike im Einsatz hat. Unter dem Flügel befindet sich ein Schlauchboot. Damit kann auf Wasser optimal gelandet und gestartet werden. Eine Amphibienversion für Landungen im Wasser und auf Land ist ebenfalls verfügbar. Zudem fliegt dieses Gerät sehr langsam und besitzt gutmütige Flugeigenschaften. In Abwägung mit dem bisher im Vorprojekt eingesetzten Dragonfly schneidet das Polaristrike aufgrund der einfacheren Handhabung und der vorteilhaften Langsamflugeigenschaften für den Einsatz mit Zwerggänsen besser ab.

Ende August fand abschließend mit der NEPA (Nationale schwedische Naturschutzbehörde) ein Treffen mit allen Beteiligten in Stockholm statt. Hier wurden einige Punkte, vor allem Fragen zur Genetik, intensiv diskutiert. Als Ergebnis wurde der Projektplan überarbeitet und zusammen mit dem Antrag auf Genehmigung des Pilotprojektes in 2006 eingereicht.

Ergebnis der Vorbereitungsreise: Es wurden ein ideales Brutgebiet für die Gänse und wichtige Stop-Over-Plätze für die Migration gefunden. Zudem wurden neue Partner gewonnen. Fest steht nun auch das zum Einsatz kommende Flugzeug. Der Projektantrag wurde durch die NEPA genehmigt!

 

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